Hans Regensburger Literatur und Bilder
Aufwinde © Hans Regensburger 2014
Erzählen, um zu unterhalten - erzählen in Bildern
Pandurenloch - Neuerscheinung!!! Kriminalroman 2017 , als Buch erschienen am 14. Dezember 2017, 178 Seiten, 9,90 €   Textumfang ca. 34350 Wörter, ISBN 978-3-95452-719-9, Spielberg Verlag Neumarkt als vollständige eBook-Ausgabe erschienen 2018, ISBN 978-3-95452-087-9, 3,99 Euro Fortsetzung von Krähentisch; Zeit und Orte: Frühjahr bis Herbst 2017; Landkreis Neumarkt i.d.OPf. – Sulzbürg, Sondersfeld, Neumarkt und weitere Orte im Lkr. NM, darüber hinaus Riedenburg und Altdorf Den Roman können Sie bei allen Buchhandlungen, bei einigen Internetanbietern, beim Verlag oder beim Autor erwerben. Versand vom Autor mit Portoaufschlag. Anlässlich der Buchvorstellung Laudatio von Andreas Steymans, siehe Aktuelles und siehe unten Kritik von Wolfgang Fellner in den Neumarkter Nachrichten und Heike Regnet im Neumarkter Tagblatt und in der Rundschau November 2019: Gymnasium Beilngries, Abiturjahrgang 2019/2020, Seminararbeit im Leitfach Deutsch - der Gymnasiast Marc Fleischmann erkor Pandurenloch zum Thema seiner Seminararbeit Zum Inhalt Kriminalkommissar Frieser ist in Pension. In   einem   Ort   im   Landkreis   Neumarkt   i.d.OPf.   wird   eine   Leiche   entdeckt. Alles   deutet   auf   einen   gewaltsamen Tod   hin,   doch   vom Täter fehlt   jede   Spur.   In   Altdorf   ist   ein   Mann   verschwunden.   In   Sulzbürg   kursiert   das   Gerücht,   dass   im   Pandurenloch   hoch   oben   auf   dem Schlossberg   der   Pandur   umgeht.   Seltsame   Geräusche   kommen   aus   dem   Fels.   Manche   vermuten,   die   Mystik   dieser   Höhle   werde heraufbeschworen.   Frieser   verspürt   keine   Lust   dem   Gerede   nachzugehen.   Doch   es   will   nicht   verstummen.   Ob   damit   auch   die   Leiche und   der   verschwundene   Mann   in   Zusammenhang   zu   bringen   sind?   Nichts   deutet   darauf   hin!   Plötzlich   spitzen   sich   die   Ereignisse   zu. Erneut   rückt   das   Pandurenloch   in   den   Brennpunkt.   Zunächst   ist   es   nur   eine Ahnung,   dann   eine   Idee,   und   plötzlich   weiß   Frieser,   was er tun muss. Leseprobe Alfred   hatte   sich   am   Abend   auf   die   Couch   gelegt   und   war   eingeschlafen.   Er   erwachte   spät   in   der   Nacht.   Erst   nach   einer   Weile dämmerte ihm, dass ihn ein Traum gebeutelt hatte. In   Alfred   machte   sich   Erleichterung   breit.   Statt   wie   in   diesem   Traum   Sklave   seines   Schicksals   zu   sein,   war   er   Herr   seiner   selbst. Auch   der   Ort,   wohin   ihn   sein   Traum   entführt   hatte,   und   die   Leute,   denen   sich   Alfred   dort   ausgeliefert   sah,   waren   wieder   in   weite Ferne   entrückt.   Er   atmete   auf.   Statt   im   Würgegriff   eines   finalen   Schreckens,   ohne   einen   Funken   Hoffnung   seinem   drohenden   Ende ausgeliefert   zu   sein   und   vor Angst   aufzuschreien,   herrschte   Ruhe,   und Alfred   sah   Gegenstände,   die   ihm   vertrauter   nicht   hätten   sein können. Der   Leuchter   über   dem   Couchtisch   erhellte   das   Wohnzimmer.   In   diesem   Licht   schimmerte   wie   eh   und   je   das   Kirschbaumrot   des Schranks   und   es   glänzte   das   Graubraun   des   Fußbodens.   Wie   immer   aus   diesem   Blickwinkel,   sah   Alfred   auch   das   Bild   neben   der Tür.   Kaum,   dass   er   all   das   wahrgenommen   hatte,   verflogen   die   Einzelheiten   seines   Traums.   Doch   der   Streit   mit   Dagmar,   seiner Frau,   der   seinem   Schlaf   und   Traum   vorausgegangen   war,   lebte   in   ihm   auf.   »Weshalb   ist   sie   so   unzufrieden   und   giftig?«,   fragte   er sich.   »Sie   hat    doch   alles!   Und   was   hatte   sie   zuvor?   Einen   Haufen   Schulden,   eine   Wohnung   in   einer   Bruchbude,   eine   Rostlaube   mit abgelaufenem   TÜV   und   keinen   Vater   für   Katja!   Für   sie   hatte   Vater   Staat   die Alimente   vorgestreckt.   Ja,   mit   offenem   Herzen   habe   ich das   Mädchen   adoptiert,   weiß   Gott,   ja.   Ich   spürte   schon   am   ersten   Tag,   dass   es   zwischen   ihr   und   ihrer   Mutter   nicht   stimmte,   umso mehr zwischen ihr und mir.« Alfred   erinnerte   sich,   dass   Katja   und   er   sich   vom   ers ten Augenblick   an   mochten.   Mit   Dagmars   aufkei mender   Launenhaftigkeit,   die sich   gegen   ihn   und   Katja   richtete,   war   das   Mädchen   für   ihn   im   Haus   zum   einzigen   Lichtblick   geworden.   Das   jedoch   habe   ihm Dag mar   nicht   gegönnt.   »Glaubst   du,   ich   habe   es   auch    dieses   Mal   nicht   bemerkt,   dass   du   deinem   Adoptivvater   schöne   Augen machst.«   Mit   dieser   Bezichtigung   stieß   sie   die   eigene Tochter   vor   den   Kopf,   als   diese   ihm   ein   Bier   eingeschenkt   hatte,   ihm   noch   eine Bratwurst   vom   Grill   holen   und   auf   seinen   Teller   Gurkensalat   nachlegen   wollte.   Eine   seiner   Leibspeisen,   die   er   in   den   warmen Jahreszeiten   besonders   schätzte.   »Neulich,   als   du   ihm   die   Haare   geschnitten   hast,   ist   mir   ein   Licht   aufgegangen.   Von   da   an   musste ich   nicht   länger   rätseln,   weshalb   du   jeden   deiner   Verehrer   schon   nach   kurzer   Zeit   wieder   den   Laufpass   gegeben   hast.«   Im   Nu   löste sich   das   Beisammensein   im   Garten   auf.   Schließlich   saß   Dagmar   alleine   am   Tisch.   Katja   war   in   ihr   Zimmer   geflüchtet   und Alfred   ins Wirtshaus.   Nicht   einmal   die   laue   Sommernacht   hatte   beide   zurückhalten   können;   sie   nahmen   die   Schwüle   in   Kauf,   vor   der   sie   am Abend Reißaus genommen hatten. Nach   ihrer   Friseurinnenlehre   und   bestandener   Gesellenprüfung   mietete   sich   Katja   in   Neumarkt   eine   Wohnung.   Alfred   wäre   es lieber   gewesen,   wenn   sie   bei   ihm   im   Haus   geblieben   wäre   oder   wenigstens   ihre   Möbel   dagelassen   hätte.   Doch   diese   Wünsche behielt   er   für   sich.   Weder   ihren   Namen   noch   Fragen   zu   ihrem   Befinden   noch   den   Grad   seiner   Sympathie   zu   ihr,   wagte   er   in Gegenwart   seiner   Frau   in   den   Mund   zu   nehmen.   Trotzdem   glaubte   sie   zu   wissen,   was   Katja   ihm   bedeutete.   Darüber   hatte   sich Dagmar immer wieder in Behauptungen verstiegen, zuletzt wenige Tage vor Katjas Umzug nach Neumarkt. »Du   hast   nur   meine   Tochter   im   Kopf,   die   immerhin   deine   Adoptivtochter   ist,   du   alter   Bock,   du,   und   das   von   Anfang   an.   Sag, schämst   du   dich   gar   nicht?«   Es   hatte   ihm   auch   diesmal   die   Sprache   verschlagen.   Gezeichnet   von   einer   Tränenattacke   war   er   zu mehr   als   einem   Kopfschütteln   nicht   imstande   gewesen,   denn   er   fühlte   sich   so   unschuldig   wie   ein   kleines   Kind.   Und   obwohl   ihm   auf der   Zunge   lag,   er   sei   doch   nicht   wie   jener   Prominente…,   brachte   er   kein   Wort   über   die   Lippen.   Stattdessen   erinnerte   er   sich   an seine   letzte   Begegnung   mit   Katja;   für   ihn   ein   untrüglicher   Beweis,   dass   sie   seit    ihrer   ersten   Begegnung   miteinander   verschworen waren. Er   hatte   in   Neumarkt   einen   Zahnarztbesuch   hinter   sich   gebracht,   und   sie   wollte   an   ihrem   freien   Montag,   angelockt   von   der   Wärme und   Pracht   der   Frühjahrssonne,   in   der   Stadt   ein   bisschen   bummeln.   Im   Schatten   des   Münsters   kreuzten   sich   ihre   Wege,   und   die Nachwirkungen   von   Alfreds   Backenzahnbehandlung   waren   wie   weggeblasen.   Er   schmunzelte.   Es   bedurfte   keiner   Absprache   zu einer   Einkehr   beim   Gottfried.   Im   Nu   standen   sie   vor   dessen   Laden   und   Imbiss.   »Wir   haben   Glück«,   kommentierte   Katja   ihren   Blick durchs Fenster, »schau, an dem Tisch dort sind noch zwei Plätze frei – wie für uns geschaffen, wir können sogar gegenübersitzen.« Die   23-Jährige   ergriff Alfreds   Hand   und   zog   ihn   ins   Innere   des   Lokals. Auf   Barhocker   gezwängt   stießen   sie   an.   Katja   hatte   an   der Theke einen Weißwein bestellt und Alfred ein Wasser. »Gibt´s die Maunzi noch?«, eröffnete Katja die Unterhaltung. »Ja!«, antwortete Alfred. »Ich   vermisse   sie   und   nicht   nur   sie«,   meinte   Katja   vielsagend   und   fügte   hinzu:   »Verwöhnst   du   sie   noch   mit   Leckerbissen   aus   dem Kühlschrank, bevor du ins Bett gehst?« »Ab und zu, Katja, ja, ab und zu!« »Soll   ich   dir   dabei   einmal   helfen?«   Alfred   holte   Luft   und   wollte   erwidern,   dass   es   ihm   lieber   wäre,   wenn   sie   darauf   verzichten würde, doch er äußerte: »Nichts lieber als das!« »Zuvor schreib ich dir eine SMS«, brachte Katja ihre Freude zum Ausdruck. Alfred lag auf der Zunge, dass er so gut wie nie sein Handy eingeschaltet habe und so gut wie nie seine Mitteilungen kontrolliere, doch nichts davon erreichte Katjas Ohr. Ihm war bewusst, wie belastend seine Zustimmung für ihn werden konnte. »Ach, wer weiß«, tat er diese Ahnung ab. *** Als es dämmerte erwachte Dagmar. Vergeblich tastete sie im Bett neben sich nach Alfred. »Warum habe ich ihn auf der Couch schlafen lassen, als ich ins Bett gegangen bin?«, haderte sie mit sich. »Typisch«, grummelte sie, als sie das Schlafzimmer verlassen hatte und ins Parterre hinuntergegangen war. Dort schien das Küchenlicht durch die offenstehende Tür in den Flur. Sie betrat die Küche, und ihr Herz begann zu rasen. »Alfred, bist du hier?« Mit diesem Pfeifen im Wald hatte Dagmar ihre Angst um ihn zu unterdrücken versucht. Doch außer ihr war niemand in der Küche. Dagmar kehrte zurück in den Flur. Durch die Milchverglasung in der Wohnzimmertür schimmerte kein Licht. »Ich wette jeden Betrag, dass ich im Wohnzimmer das Licht brennen ließ und den Fernseher ausschaltete, bevor ich um zehn ins Bett ging – merkwürdig«, schoss es ihr durch den Kopf. Im Wohnzimmer angekommen, sprach sie in die Dunkelheit hinein: »Alfred, bist du vielleicht wachgeworden und hast das Licht gelöscht, bevor du dich wieder zum Schlafen auf die Couch gelegt hast?« Doch ihr blieb eine Antwort versagt. Dagmar machte Licht. Außer ihr befand sich niemand im Wohnzimmer. Überall im Haus, in der Garage und draußen im Holzschuppen wollte sie ihn suchen. Doch sie zögerte. »Er wird sich doch nichts angetan haben«, wisperte sie und versuchte, mit einem Atemstoß den Druck in ihrer Brust zu mindern. »Weiß dieser Idiot denn nicht, was er uns damit antut? Weshalb nimmt er sich alles so zu Herzen, dieser Idiot, dieser verdammte Idiot, dieser alte, unappetitliche Mann, dieser schreckliche Knauser. Er stammt von einem Bauern ab, und er blieb ein Bauer, Ingenieur hin oder her. Als solcher war er mehr ein Tüftler als ein Ingenieur. Würde es ihn nicht geben, könnte Katja ihm keine schönen Augen machen, und mir blieben seine politischen Ansichten erspart – unerträglich sind die«, sagte sie kopfschüttelnd vor sich hin. Ihr Streit mit Alfred hatte sie eingeholt. Sulzbürg: Schlachtschüssel und ein Erschlagener – Hans Regensburger begleitet Kriminalkommissar Frieser in Ruhestand — Geschickte Handlungsstränge; von Wolfgang Fellner, 08.03.2018  FREYSTADT - Frieser ist zurück: Hans Regensburgers Kriminalkommissar widmet sich im Ruhestand nicht nur sauren Zipfeln mit viel Zwiebeln, sondern auch einem verzwickten Fall. Spannende, vergnügliche 176 Seiten lang. Dieser Tage hat er sein neues Buch bei Freystadt liest vorgestellt. Hans Regensburger begleitet Kriminalkommissar Frieser in Ruhestand — Geschickte Handlungsstränge   Die Sonnenstrahlen wärmen schon ein bisschen, zwischen den noch kahlen Bäumen weht ein frischer Wind, hoch droben in einer Buche klopft der Specht. Ein rotes Flatterband hängt vor dem Pandurenloch am Sulzbürg, Warnschilder der Gemeinde Mühlhausen verbieten das Betreten: Einsturzgefahr. Echt oder nur ein Trick des Kriminalers, reicht die Fiktion an dieser Stelle bis in die Realität, um die Spannung zu steigern? Wohl nicht, die gut zwölf Meter tiefe Höhle ist nicht zum Spaß gesperrt. So, wie es die Höhle gibt und das Wirtshaus auf dem Sulzbürg, in dem Frieser so gerne absteigt, gibt es die verschiedenen Cafes oder Geschäfte, Einrichtungen oder Restaurants, die Hans Regensburger in seinem neuen Lokal-Krimi wieder als Kulisse für seinen Kriminalkommissar nutzt. Der neue Krimi "Pandurenloch" setzt zeitlich nach dem "Krähentisch" ein, dem ersten Krimi des Mörsdorfers. Man muss den Krähentisch nicht gelesen haben, um das Pandurenloch zu verstehen, nein, die Handlung steht für sich. Aber es macht es manchmal leichter, Anspielungen oder Bezüge besser zuzuordnen. Wobei es Regensburger geschickt aufzieht: Der Fund eines Erschlagenen, gleich zu Beginn des Buches, setzt eigentlich nur einen Nebenstrang der Handlung in Bewegung. Der aber geschickt und spannend mit der eigentlichen Handlung verwoben ist. Schon alleine dadurch, dass sich Personen kreuzen, also in der ersten und zweiten Ebene der Erzählung präsent sind. Und so manövriert sich Frieser durch sein junges Pensionärs-Leben, verliert erst die Frau, dann die Geliebte, gerät mit seinen ehemaligen Kollegen, die noch im Dienst sind, aneinander, muss Enttäuschungen, Rückschläge und Verwerfungen hinnehmen, um am Ende zwar mit leeren Händen, aber trotzdem zufrieden da zu stehen. Er freut sich auf ein großes Schlachtschüsselessen. Dass zu diesem Zeitpunkt die eingangs gefundene Leiche schon mehr oder weniger etwas auf der Strecke geblieben ist, ist nicht weiter dramatisch. Besonders putzig: Ein völlig entspannt erzählender Autor webt sich mit einem Augenzwinkern selbst in die Geschichte ein. In einer Kneipe kommt der Kriminaler mit dem Wirt ins Gespräch, der sich über einen Sonderwunsch Friesers auslässt und ihm erzählt, dass sein Lebensmittel-Kontrolleur genau dieselbe Marotte habe wie dieser. Und ihm verdammt ähnlich sehe. Und jetzt auch in Rente sei. Da blitzt Hans Regensburgers Wunsch, Erzählen, um zu unterhalten, bestens hervor. Und das ist ihm mit dem spannenden Pandurenloch gelungen. Das rätselhafte Pandurenloch Auch der zweite Krimi von Hans Regensburger spielt im Landkreis Neumarkt. Das Buch gibt es im gut sortierten Fachhandel. Von Heike Regnet, 26. Januar 2018 Wegen eines Ladendiebstahls könne man keinen Krimi schreiben, sagt Hans Regensburger, während er auf das Buch in seiner Hand blickt. Auf dem Titel ist der Eingang zu einer Höhle zu sehen: das Pandurenloch. Es ist der zweite Kriminalroman, den der Autor veröffentlicht und wie im Erstlingskrimi „Krähentisch“ geht es um einen mysteriösen Todesfall. Ermittler ist wieder Kriminalkommissar Frieser, der in seinem zweiten Fall manch ungewöhnlichen Weg beschreiten muss, ehe er den Geheimnissen um das Pandurenloch auf die Spur kommt. Ein Teil der Geschichte spielt am Sulzbürg. Hier ist das Pandurenloch auf dem Schlossberg zu finden – eine natürliche Höhle, die sich etwa zwölf Meter in den Berg erstreckt. Viele Gerüchte ranken sich um den Pandur. Seltsame Geräusche dröhnen aus dem Fels und auch wenn der inzwischen pensionierte Kriminalkommissar Frieser zunächst keine Lust hat, dem Gerede nachzugehen, kommt er vom Pandurenloch nicht los. Mitte Dezember ist der Krimi im Spiegelberg-Verlag erschienen. Vorgestellt wurde das Werk stilgerecht im Landlmuseum Sulzbürg, nahe am Ort des Geschehens. Der Krimi ist bereits das siebte Buch, das Hans Regensburger veröffentlichte. So zählen auch Gedichtbände und historische Romane zu seinen Werken.                                          Gute Werbung für den Landkreis  „Dass der neueste Roman von Hans Regensburger in unserer Gemeinde spielt, finde ich richtig gut“, sagt Mühlhausens Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer auf Nachfrage des Neumarkter Tagblatts. „Sogar das Gasthaus zur Linde kommt vor und natürlich unsere herrliche Landschaft.“ Das Pandurenloch hat Hundsdorfer schon vor langer Zeit selbst in Augenschein genommen. Von einer Begehung rät er allerdings ab, da es sich um eine natürliche, nicht gesicherte Höhle handelt. Daher heißt es hier: „Betreten auf eigene Gefahr“. Beim diesjährigen Neujahrsempfang in Mühlhausen konnten sich die Geehrten auch über eine Ausgabe des neuen Krimis freuen. „Und natürlich haben wir noch einige Exemplare für besondere Anlässe reserviert“, sagt Hundsdorfer. Da bereits der Krähentisch im Landkreis Neumarkt spielte, sei klar gewesen, dass auch der zweite Krimi wieder in heimischer Kulisse handeln wird, sagt Regensburger. Er ist Autor mit Leidenschaft und es gibt kaum einen Tag, an dem er nichts zu Papier bringt. „Eine feste Zeit zum Schreiben hab‘ ich nicht“, sagt er und fügt schmunzelnd hinzu. „Eigentlich wäre es schön, am Tag zu schreiben, aber die besten Ideen hab‘ ich meistens in der Nacht.“ Diese werden dann auf einem Zettel festgehalten und schließlich in die Handlung eingebaut. „Beim Krimi muss es ja verzwickt zugehen, damit der Leser nicht von vornherein ahnt, wo‘s hingeht.“ Und auch wenn so manches Mal Phantasie beim Schreiben gefragt ist, ist es Regensburger doch genauso wichtig, gesellschaftliche Gegebenheiten einzufangen und in die Handlung zu integrieren. So beruhen einige seiner Romanfiguren auf Originalen. „Manche kommen schon sehr nah an die Realität ran“, sagt Regensburger schmunzelnd. Den Ort für seinen jüngsten Roman entdeckte er bei einer seiner vielen Radtouren. „Wir sind schon oft am Sulzbürg eingekehrt“, erzählt er. Rasch komme man da am Stammtisch miteinander ins Gespräch und so führte ihn der Weg auch einmal zum Pandurenloch am Schlossberg.     Ein wenig Romantik muss sein „Alle meine Romane haben einen Heimatbezug“, sagt Regensburger. „Aber ich ich sehe mich nicht als Heimatdichter. Ich bin in Mörsdorf zuhause und hier ist meine Region. Das ist mein Mikrokosmos, da kenne ich mich aus.“ Das spiegelt sich in seinen Büchern wider. Vergleicht der Autor die Neuerscheinung mit seinen älteren Werken stellt er fest, dass sich sein Stil im Lauf der Jahre verändert hat. „Früher habe ich sehr viele Adjektive verwendet. Jetzt versuche ich, nüchterner zu schreiben.“ Doch als bekennender Romantiker ist beim Pandurenloch noch genügend Raum für ein wenig Poesie, denn ganz ohne Liebe und einen Hauch Erotik geht es auch in einem Kriminalroman nicht. Seit über 40 Jahren ist Hans Regensburger bereits schriftstellerisch unterwegs. Im Lauf der Jahre probierte er viele Stilrichtungen aus, darunter auch Gedichte in einem Lyrikband. Einige dieser Gedichte haben nun sogar den Weg in den aktuellen Kriminalroman geschafft. „Für mich ist beim Schreiben eines Buches jede Szene wichtig, auch die Nebensachen“, sagt Regensburger. So feilt er bis zum Erscheinen eines Romans viele Tage über die Kapitel, bis die Seiten sein Haus zum Verlag verlassen dürfen. Nachdem der Krähentisch viel positive Resonanz erhielt, war es für Regensburger keine Frage, auch im zweiten Buch wieder Kriminalkommissar Frieser ermitteln zu lassen. Und auch wenn dieser inzwischen Pensionär ist, weiß er immer noch, wie es geht.  Dr. Martin Hundsdorfer freut sich über die Ortswahl.
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